Schönberg | "Eine herausfordernde, anstrengende, manches Mal an - strukturelle und personelle - Grenzen stoßende Zeit", begrüßte Josef Bauer, geschäftsführender Vorstand der Caritas FRG die geladenen 50 Gäste zur Segnungsfeier. "Diese Zeit war aber auch profilbildend: Wir konnten unseren kirchlichen und gesellschaftspolitischen Auftrag als Caritas erfüllen!"
Im September war der Umzug in das frisch renovierte Gebäude an der Regener Straße nach gerade einmal 13 Wochen abgeschlossen. Ein Kraftakt für den Eigentümer, für die Marktgemeinde und auch für den Träger. Die heilpädagogischen Wohngruppen sind das Ergebnis einer jahrelangen Verbandsentwicklung: Von 2014 an bis in den Herbst des letzten Jahres hielt der Caritasverband FRG bis zu 125 vollstationäre Plätze für unbegleitet geflüchtete Kinder und Jugendliche vor. In dieser Zeit durchliefen Hunderte junge Menschen diese Einrichtungen, auf der Suche nach einer Perspektive aus Gewalt und Krieg. Dennoch vergaß der Chef von landkreisweit 450 hauptberuflichen Caritas-Mitarbeitern nicht, dass mit dieser Bereitschaft auch ein Minus von 600.000 Euro für den Träger verbunden war. "Was aber auch bleibt, ist, dass wir seit mehr als drei Jahren nun anerkannter Träger der stationären deutschen Jugendhilfe sind." Mit der Eröffnung der dritten Gruppe kann die Caritas nun eine "Heimat auf Zeit" mit 27 Plätzen für Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis achtzehn Jahren in drei Gebäuden in Schönberg anbieten. Leitung der heilpädagogischen Einrichtungen ist Wolfgang Gaßler, seine Stellvertretung Martina Hofbauer. Gruppenleitung für St. Christophorus übernimmt Andrea Wagner.
Die Entscheidung für den Standort Schönberg ist nicht zuletzt wegen der geografischen Anbindung zwischen den Landkreisstädten Regen, Deggendorf, Passau und Grafenau getroffen worden. Die durchweg positiven Erfahrungen, die während der Flüchtlingsbewegung mit der Bevölkerung, Vermietern, Pfarrei und der politischen Gemeinde gemacht wurden, waren für die Entscheidung des Kreis-Caritasverbandes ausschlaggebend. "Mit der endgültigen Schließung der Clearing- und Inobhutnahme-Stelle im Waldkirchner Christophorus Haus wurden wir in Schönberg sehr freundlich aufgenommen. Hier funktioniert gelebte Integration!", bedankte sich Josef Bauer. Bürgermeister Martin Pichler wertete die standortentscheidung durchweg positiv für "das gesamtgesellschaftliche Miteinander in der Marktgemeinde - an den Schulen, in den Vereinen, als Arbeitsplatz. Wir verstehen uns aber vorrangig als ‚Partner‘, um das Bestmögliche für die Kinder und Jugendlichen zu tun!"
- c m g
Sie feierten u.a. mit:
Pfarrer Michael Bauer, Bürgermeister Martin Pichler, Leiter der Heimaufsicht bei der Regierung von Niederbayern, Nikolas Stuewer, Hausherr Herbert Kern, Kathrin Binder vom Jugendamt Regen, Herbert Pilger und Benedikt Gibis (Jugendamt FRG) und Elfriede Bürger vom SFZ Grafenau.
Von der Caritas: Aufsichtsratsvorsitzende Irene Hilz, Aufsichtsrat Alois Gell, Leitung des Berufsbildungszentrums in Freyung Monika Schuster. Viele Caritas-Fachgebietsleitungen wie Erziehungsberatung, von der Flexiblen Jugendhilfe und vom Lebensraum Schule bzw. dem Zentrum für Arbeit und Beschäftigung waren zur Segnungsfeier gekommen.
Bildunterschriften:
© Fotos cmg | Caritas FRG
Foto 1: Mehr als 50 Gäste feierten die offizielle Segnung von St. Christophorus.
Foto 2 (leider keine Freigabe vom Vormund, daher nicht publiziert)
Foto 3 + Teaserbild: Zelebrant Pfarrer Michael Bauer nahm die Segnung der heilpädagogischen Wohngruppen vor.
Foto 4: (v.li.) Andrea Wagner (Gruppenleitung St. Christophorus), Josef Bauer (geschäftsführender Vorstand), Wolfgang Gaßler (Fachgebietsleitung Heilpädagogische Wohngruppen in Schönberg), Bürgermeister Martin Pichler, Pfarrer Michael Bauer und Hausherr Siegfried Kern.
Foto 5: Nach der Segnungsfeier besichtigten die Gäste die frisch rennovierten Räumlichkeiten von St. Christophorus an der Regener Straße.