FRG | "Wer in die Augen der Menschen schaut, kann ihr Grauen, ihre Angst, ihre Ohnmacht und ihre Verzweiflung darin sehen", beschreibt Margarethe Aigner der Gemeindecaritas im Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau e. V. ihre Eindrücke. Die Fachfrau, die seit vielen Jahren Ratsuchenden mit seelischen Verwundungen beisteht, ist erschüttert: "Krieg, das war für uns doch immer so weit weg. Nur unsere Eltern und Großeltern können sich noch daran erinnern. Jetzt ist dieses menschliche Inferno auch bei uns angekommen." Der Caritasverband FRG kann auf weitreichende Erfahrungen in der Unterbringung, Versorgung und fachlichen Betreuung seit der Fluchtbewegung 2015 zurückgreifen. Daher wissen die Verantwortlichen des regionalen katholischen Wohlfahrtsverbands genau, worauf es jetzt ankommt:
"Die aus der Ukraine kommenden Hilfesuchenden erlebten schlimme Traumata. Sie sind immer noch gefangen in einer Spirale aus Angst, Wut und Verzweiflung", beschreibt Alexandra Aulinger-Lorenz (Hauptberuflicher Vorstand des Caritasverband FRG) die augenblickliche Situation.

"Viele haben ihre Lieben im Grauen des Kriegs zurücklassen müssen. Ihre Zukunft wurde von einem auf den nächsten Tag geraubt. Jetzt gilt es diesen seelischen Verwundungen professionell zu begegnen. Kraft und Zuversicht zu spenden! Ein besonderes Augenmerk richten wir auf die Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen sind seit Tagen ohne ihre Eltern unterwegs, wissen nicht wie es ihren Vätern und Müttern geht."
Sie wollen hier vor Ort helfen?
Unter der Bankverbindung bei der Sparkasse Freyung-Grafenau haben wir ein eigenes Spendenkonto.
Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau e. V. | "Ukraine-Hilfe"
IBAN: DE61 7405 1230 0060 0266 06
BIC: BYLADEM1FRG
Fotos: (c) privat | Caritas FRG. Gemeinsam mit rund 40 vor dem Krieg Geflüchteten kam dieses kleine Mädchen am Freitag in Röhrnbach an.
Die Josef-Eder-Halle in Röhrnbach ist der erste Ankunftsort im Landkreis Freyung-Grafenau. Von hier werden die geflüchteten Menschen dann in adäquate Wohnungen verteilt.