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Stand: 11.01.2018

Arbeit und Beschäftigung

ZAB

Mit Arbeit zurück ins Leben

Leichte Sortier-Arbeiten bieten Menschen ein 'Zurück' in den Berufsalltag.

Fünf Jahre später wurden die einzelnen arbeitspädagog. Projekte im Zentrum "Arbeit & Beschäftigung" strukturell dann neu organisiert: Untergebracht sind sie seither an der Freyunger Zuppingerstraße - gegenüber der Wolfsteiner Werkstätten, in der früheren Spulenfabrik: Für benachteiligte junge Menschen die Aktion Jugend & Beruf (AJB, Ausbildungsprojekt), die beiden Zuverdienst-Projekte und "Flinke Hand FRG" und "Grüne Hand FRG" und das Tageszentrum CATZ.


"Als Caritasverband fühlen wir uns besonders denjenigen verpflichtet, die in persönliche Krisen geraten sind", erklärte der damalige Vorsitzende Albert Zwick (†) die Erweiterung der regionalen Caritasarbeit. Dabei gehe es nicht um eine "Suppenküchen-Wohlfahrt", die Menschen nur von der Straße wegholen sollte. "Wir wollen die Menschen befähigen, ihrem Leben wieder eine neue Orientierung zu geben. Aber: ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ lautet hier unser Motto!" Dafür müssten die Klienten aber auch bereit sein und gemeinsam mit dem Fachpersonal nachhaltige Lösungen erarbeiten. "Wir legen großen Wert darauf, dass es bei unseren Leuten einen klaren Willen gibt, sich aus der Arbeitslosigkeit wieder ins Erwerbsleben zu bringen", erklärte die Leitung des Zentrums für Arbeit & Beschäftigung (ZAB FRG), Barbara Wolf. Sie zeichnet neben der beiden Zuverdienst-Projekte für das Caritas Tageszentrum und die Aktion Jugend und Beruf (AJB) verantwortlich, hat pädagogische und kaufmännische Aufgaben. Denn bei Aufträgen müssen trotz aller Handicaps auch Termintreue der Auftrags-abwicklung garantiert sein. Nur so könne man sich auch am 2. Arbeitsmarkt erfolgreich aufstellen. " Das zeichnet professionelle Caritasarbeit immer schon besonders aus: die Klienten am Zentrum für Arbeit & Beschäftigung" erhalten hier sozialpädagogische Betreuung, fachliche Anleitung und - bei Bedarf - auch psychologische Versorgung.", betonte der Chef der Kreis-Caritas FRG, geschäftsführende  Vorstand Josef Bauer. "Wenn dauerhaft etwas verbessert werden soll, dann gelingt das nur, indem alle notwendigen Hilfestellungen ineinander greifen." Gemeint sind hier die vielen Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten - rund 30 - die der kath. Sozialverband in der Region bietet: Von der Sozial- und Schuldnerberatung bis hin zum Eltern-Coaching bei Scheidung & Co. 

Das Ausbildungsprojekt 'Aktion Jugend & Beruf' bietet jungen Menschen den Einstieg in den Beruf.

"Wir hatten nach dem Motto ‚Versuch und Fehler‘ angefangen. So etwas gab es bis dahin in Ostbayern ja noch nicht", erinnerte sich Alexandra Aulinger-Lorenz, frühere ZAB-Leiterin und jetzt hauptberuflicher Vorstand. Es gab auch Rückschläge, denn die "Selbsthilfefirma W + S Dienstleistungen FRG" (Hausmeister- und leichte Reparaturdienste) und der Möbel Secondhand "Arbeus FRG" hatten auf dem hiesigen Markt keinen wirkliche Nachfrage erhalten. "Unsere dort beschäftigen Klienten sind aber alle jetzt im 1. Arbeitsmarkt!" In Zukunft sei es besonders wichtig, für die zunehmende Zahl von Menschen mit seelischen Dispositionen Angebote zu entwickeln. "Diese Klienten werden immer mehr: quer durch alle soziale Schichten, quer durch alle Altersstufen."


Bilder: (c) Caritas FRG | Claudia Maria Grimsmann.

 

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