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Stand: 23.10.2017

Kinder- & Jugendhilfe

JaS in Freyung-Grafenau

Mehr als "Zicken-Krieg" & Co!

In großer Runde präsentieren die JAS – Fachfrauen die Ergebnisse im abgelaufenen Schuljahr beim Kooperationstreffen 2017.In großer Runde präsentieren die JAS – Fachfrauen die Ergebnisse im abgelaufenen Schuljahr beim Kooperationstreffen 2017.(c) Caritas FRG | Claudia Maria Grimsmann

Grafenau | FRG.  Im "Biotop Schule" läuft nicht immer alles nach Plan - in allen Schulformen, in allen Altersgruppen: Das wissen Schüler, Lehrer und Eltern. Schüler, die den Unterricht fort-laufend mit auffälligem Verhalten stören. Mobbing gegen Einzelne.Soziale Vereinsamung bis hin zur Schulverweigerung. Die Jugendsozialarbeit (JaS) bietet jedem Schüler und Lehrer versierten Rat und Betreuungsmöglichkeiten. Seit 2004 arbeiten an acht Schulen im Landkreis Sozialpädagogen - an drei ist die JaS-Arbeit in Trägerschaft des Kreis-Caritasverband Freyung-Grafenau e.V. (KCV FRG).

In speziellen Trainings und mit Einzel-Betreuung wird das Ziel verfolgt, Vertrauen aufzubauen und soziale Kompetenz bei den jungen Menschen zu schulen. "Die Jugendsozialarbeit an Schulen ist integraler Bestandteil der Jugendhilfe des Landkreis", merkte Siegfried Seibold an, Jugendamtsleiter FRG. Die häufigsten Problemfelder bei den Kindern und Jugendlichen: Konflikte mit den Mitschülern, massive Probleme in den Familien, psychische Belastungen und selbstverletzendes Verhalten.

Christiane Himpsl, Anna Neumair und Bettina Linner sind Anlaufstellen, wenn es in den Klassen „menschelt“ Christiane Himpsl, Anna Neumair und Bettina Linner sind Anlaufstellen, wenn es in den Klassen „menschelt“ (c) Caritas FRG | Claudia Maria Grimsmann

Warum aber JaS-Stellen nicht an jeder Schule? "Es gibt in Ostbayern auch Landkreise, an denen jede Schule eine JaS-Stelle hat, allerdings im Turnus", informierte Josef Bauer, Geschäftsführer vom Caritasverband FRG. "Der klare Nachteil bei dieser Art von ‚mobiler JaS‘ ist aber: Die Pädagogen stehen nur wenige Stunden an bestimmten Tagen den Schülern zur Verfügung. Bei dieser Arbeit ist das keinesfalls zielführend: Nur ein schneller und somit ‚unverstellter` Zugang zum Schul-Sozialarbeiter schafft das notwendige Vertrauen."

Einmal im Jahr tauschen sich die Vertreter der Schulen und deren Elternbeiräte (Schule a. Stadtpark in Waldkirchen, die Grafenauer Probst-Seyberer-Mittelschule und die Schönberger Dietrich-Bonhoeffer-Mittelschule) mit dem Jugendamt FRG, den JaS-Fachkräften und  der Kreis-Caritas aus. Im Kooperationstreffen 2016/17 stellten die JaS-Fachkräfte Bettina Linner, Christiane Himpsl und Anna Neumair neben der aktuellen stat. Auswertung und den Fallzahlen auch wieder konkrete Beispiele der Einzelfallhilfe vor. Im auslaufenden Schuljahr wurde an diesen Schulen versucht, über 500 Schülern stützend zur Seite zu stehen. "Den wirklich guten Draht zu den Schülern", bedankte sich Rektorin Sibylle Podolsky-Stadler bei den JaS-Kräften, "möchte ich nicht missen! Und: Sie sind zuständig bei ‚Zicken-Krieg‘ & Co!" 

- cmg


Bildunterschriften:
Foto 1: In großer Runde präsentieren die JAS - Fachfrauen die Ergebnisse im abgelaufenen Schuljahr.
Foto 2 | Titelbild: Christiane Himpsl, Anna Neumair und Bettina Linner sind Anlaufstellen, wenn es in den Klassen "menschelt" 

 

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