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Stand: 11.01.2018

Senioren

ARGEMEINSCHAFT

45 Jahre „Arge Senioren FRG“ – Nachhaltiges Ehrenamt im demographischen Wandel

Über sehr große Teilnahme konnte sich die „Arbeitsgemeinschaft Senioren FRG“ in diesem Jahr in Haus i.W. freuen.

Haus i. Wald. "Mit Ihrer Tätigkeit setzen Sie sich für ein Stück Heimat ein", startete Alexandra Aulinger-Lorenz (Hauptberufliche Vorstand im Caritasverband FRG) ihr kurzes Grußwort an das Netzwerk der Seniorenclubs im Landkreis. Sie bezog sich dabei auf die die aktuelle deutsche Caritas-Jahreskampagnge "Jeder Mensch braucht ein zuhause".

 

Die Kreis-Caritas übernimmt für den Zusammenschluss der Clubs die formale Trägerschaft. Das Netzwerk bietet zahlreiche Angebote, bei denen sich die Seniorenclub-Leitungen über eine altersgerechter Freizeitgestaltung und die Förderung der kognitiven, körperlichen und sozialen Fähigkeiten informieren können. 

Lili Wohofsky wurde für 15 Jahre Engagement im Seniorennetzwerk ausgezeichnet.

Die Jahresversammlung der "Arbeitsgemeinschaft Senioren FRG" war - wie immer - straff organisiert, denn es standen neben der erforderlichen Vorstandswahlen auch zahlreiche Tops auf der Agenda.

In ihren Ämtern bestätigt wurde per Akklamation die Vorsitzende Maria Kapsner und deren Stellvertreterin Lilli Wohofsky, ebenso wie den geistl. Rat Monsignore Alfred Ebener und Helga Weißenbacher als Schriftführerin. Geehrten wurden für ihr langjähriges Engagement in der Seniorenarbeit: Getraud Gress (10 Jahre), Lili Wohovski (15 Jahre, s. Bild oben, links neben Maria Kapsner) und Ingrid Fischer (35 Jahre).

Im abgelaufenen Vereinsjahr kam es zu personellen Änderungen. In den Altenclubs übernahmen Hedwig Blöchinger (St. Oswald), Monika Nigl (Ringelai) und Rita Stoll (Schöfweg/Langfurt) die Leitungen in den jeweiligen Senioren-Clubs. Wie in jedem Jahr setzten Info-Vorträge über aktuelle Entwicklungen in der Seniorenarbeit. 

Das Fachreferat von Marco Binder (Stellv. PDL der ambulanten Caritas-Pflege in Freyung) informierte über die Möglichkeiten der Stunden- Betreuung in den Senioren Tagesbetreuungen (SENTA) der Caritas an den fünf Standorten im Landkreis. Er informierte auch über den Unterschied zur Tagespflege und verwies auf das neue Pflege-Stärkungsgesetz. Dieses könne ausschließlich in Anspruch genommen werden, wenn externe Fach-Institutionen Betreuungsleistungen erbringen. Ramona Kölbl vom Landwirtschaftsamt stellte das Ernährungs- und Bewegungs-Programm für die Generation 55+ vor. 

Sie kümmern sich darum, dass die Seniorenarbeit im Ehrenamt im ganzen Landkreis funktioniert.

Im Foyer des Hausinger Pfarrheims lagen zahlreiche Info-Materialen auf, darunter die "druckfrische" Notfall- und Vorsorge-Mappe des Landkreises.

Doch den größten Diskussionsraum nahm dieses Jahr wohl das Top "Sonstiges" ein. 
Die Senioren Clubs (SC) bieten in den einzelnen Gemeinden kurzweilige Nachmittage: Bei Kaffee und Kuchen, oft mit Musik oder kleinen Theater-Einlagen.

Die Seniorenclub-Leiterin Johanna Meier (Kumreut) ist ärgerlich

Geleistet wird das alles von Ehrenamtlichen. Sie investieren ihre Freizeit, um das die ältere Generation ein Stück weit in die Mitte der Gemeinde zu rücken. Ein kleiner Beitrag zahlt dabei der Landkreis für dieses Die Altenclubs, ausschließlich sonst auf private Spenden angewiesen, verstehen trotz des allgemeinen Lobs auch von öffentlicher Seite daher "die Welt nicht mehr": Mit einem Gebührenbescheid wurde nun der SC Kumreut unter Leitung von Johanna Meier belegt. Grund: Bei den Nachmittgagen wird auch Radler und damit Alkohol ausgeschenkt. "Knapp 35 € würde pro Nachmittag die Gebühr kosten", so Meier. "Wie sollten wir das finanzieren?" Sie wendete sich auch an die PNP, damit diese Situation bekannt wurde. Dass hier der "Amtsschimmel" etwas zu laut wieherte, stellte nicht nur die stellvertretende Landrätin Helga Weinberger klar: "Alle SC-Leiter werden zeitnah ein Schreiben vom Landrat erhalten. Es wird nicht so sein, dass die Clubs einen Gebührenbescheid ergeht." Auch der geschäftsführende Vorstand Josef Bauer schaltet sich bei dem lebhaften, aber sehr um Lösung orientierten Diskurs ein: "Eine Belehrung in Sachen Hygiene, das ist längst eine Selbstverständlichkeit bei den meisten Verbänden", meinte Bauer. "Das ist mal eine Stunde." Beisitzer Alois Seidl hatte über eine koordinierte Hygiene-Schulung bei den SCs ja schon verwiesen. Und zum leidigen Thema Bierausschank: "Hier hat jeder Bürgermeister einer Gemeinde die Möglichkeit die Gebühren für den Bescheid niederzuschlagen!"


Bildunterschriften (c) Caritasverband FRG | Claudia M. Grimsmann 

Teaserbild und Foto 1: Über sehr große Teilnahme konnte sich die "Arbeitsge-meinschaft Senioren FRG" in diesem Jahr in Haus i.W. freuen.

Foto 2: Lily Wohofsky (links) wird für ihr Engagement im Senioren-Netzwerk über 15 Jahre von  Maria Kapsner geehrt.

Foto 3: Sie kümmern sich darum, dass die Seniorenarbeit im Ehrenamt im ganzen Landkreis funktioniert. (v.li.) Alois Seidl (Beisitzer Arge Senioren FRG), Helga Weißenbacher (Schrift-führerin Arge Senioren FRG), Walter Sendner (bischöfliche Seniorenseelsorge), Maria Kapsner (Vorsitzende Arge Senioren FRG) Alexandra Aulinger-Lorenz, Helga Weinberger, Geschäftsf. Vorstand Josef Bauer (Caritas FRG) und Seniorenbeauftragte FRG Anna Mitterdorfer.

Foto 4: Die Seniorenclub-Leiterin Johanna Meier (Kumreut) ist ärgerlich: Sie liefert sich einen "ausufernden" Schriftverkehr mit dem Ordnungsamt, das eine teure Schankerlaubnis für jeden Altennachmittag verlangt. Alles nur, weil Radler ausgeschenkt wird.


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